Aufnahme der Veloroute 5 – Am Bruchheck aus der Vogelperspektive
  • Icon der Kategorie Fahrrad: Ein stilisierter Fahrradfahrer auf einem petrolfarbenen Pfeil.
  • Icon der Kategorie Fußwege: Zwei stilisierte Fußgänger*innen auf einem grünen Pfeil.
  • Icon der Kategorie Bus und Bahn: Stilisierter Bus und stilisierte Bahn auf einem orangenen Pfeil.
  • Icon der Kategorie E-Mobilität: Ein stilisierter Stecker in einer Steckdose auf einem violetten Pfeil.
  • Icon der Kategorie Lieferverkehr: Ein stilisierter Paketbote auf einem roten Pfeil.
  • Icon der Kategorie Parkraum: Stilisiertes Rad und stilisiertes Auto unter einem P auf einem blauen Pfeil.

Velorouten: Baustart fürs Radnetz der Zukunft

Die Räder rollen über die ersten Velorouten

Velorouten sind Radverkehrsangebote, die zukünftig die Stadtbezirke mit der Innenstadt verbinden. Der Startschuss für den Bau des Veloroutennetzes ist der Ausbau der Velorouten 5 und 8 im Herbst 2025: Die Lange Straße und die Straße Am Bruchheck sind Fahrradstraßen. Damit startet die Umsetzung eines Projekts, das Dortmund in Sachen Nachhaltigkeit und sicherer Mobilität für alle einen großen Schritt voranbringt. 

Startschuss: Die Lange Straße und die Straße Am Bruchheck werden zu Fahrradstraßen

Eine gute Nachricht für Dortmunds Radfahrer*innen und alle, die es noch werden wollen. Dank der rot eingefärbten Fahrbahn ist es kaum zu übersehen: Die Lange Straße in der westlichen Innenstadt ist nun zwischen Wall und Möllerstraße eine Fahrradstraße. Eine Fahrradstraße ist eine beschilderte Straße, in der der Radverkehr Vorrang hat. Sie bildet den ersten Abschnitt der geplanten Veloroute 8 – zwischen Innenstadt und Lütgendortmund. Autos dürfen die Fahrradstraße weiterhin befahren, jedoch gelten folgende Regeln:

  • Beginn und Ende einer Fahrradstraße werden durch Verkehrszeichen geregelt
  • Dem Radverkehr wird Vorrang eingeräumt, dieser darf weder behindert noch gefährdet werden
  • Radfahrer*innen dürfen nebeneinander fahren
  • Durch das Zusatzzeichen “Kfz-Verkehr frei” darf die Fahrradstraße auch von anderen Verkehrsmitteln genutzt werden
  • Ist die Fahrradstraße für anderen Verkehr freigegeben, ist auch das Parken in der Straße erlaubt, sofern es nicht durch andere Schilder verboten oder eingeschränkt ist
  • Autofahrende müssen sich beim Tempo an den Radfahrer*innen orientieren
  • Es gilt ein Tempolimit von 30 km/h für alle
  • Es gelten die allgemeinen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung über die Fahrbahnbenutzung und über die Vorfahrt
  • Auch in Fahrradstraßen dürfen Radfahrer*innen nur überholt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Zu Kindern muss sogar ein Mindestabstand von 2 m eingehalten werden.

Info-Banner weisen in den ersten Wochen auch direkt vor Ort auf diese Regeln hin.

Um sicheren Begegnungsverkehr zu ermöglichen, ist die Lange Straße für den Autoverkehr nur vom Wall kommend in Richtung Möllerstraße befahrbar. Damit trotz Vorfahrt an den Kreuzungen keine Abkürzungsstrecke für den Autoverkehr entsteht, wird nach Fertigstellung der laufenden Fernwärmebaumaßnahme in der Humboldtstraße noch eine sogenannten „Diagonalsperre“ im Kreuzungsbereich Lange Straße/ Friedrichstraße installiert. Diese kann nur von Radfahrer*innen geradeaus passiert werden, Autofahrer*innen müssen dort abbiegen.

Nach Abschluss der Fernwärmebaustelle soll auch die Fahrgasse der Fahrradstraße Humboldtstraße rot eingefärbt werden. Da diese Arbeiten nur bei trockenem Wetter ausgeführt werden können, muss dies im Frühjahr 2026 nachgeholt werden. Als Oberflächenmaterial wird bei den aktuellen Maßnahmen Epoxidharz verwendet. Dieses Kunstharz ist wesentlich rutschfester und langlebiger als andere Beschichtungsarten.

Auch die Straße Am Bruchheck ist jetzt Fahrradstraße und in Teilen Einbahnstraße für den Autoverkehr. Damit wird auch der erste Abschnitt der Veloroute 5 zwischen Hörde und der Innenstadt ausgebaut. Auch dort hängt es vom Wetter ab, wann die letzten noch fehlenden Markierungen aufgebracht werden. Zurzeit fehlt noch eine Querungshilfe im Bereich der Straße An der Goymark, die in den nächsten Wochen in Form einer flexiblen Mittelinsel angebracht wird.

Flyer Downloads

  • Lange Straße

    Was genau sich durch die Fahrradstraße in der Nachbarschaft der Lange Straße ändert, ist detailliert in diesem Flyer beschrieben.

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  • Am Bruchheck

    Die Straße Am Bruchheck wurde ebenfalls zur Fahrradstraße umgebaut. Was sich durch den Umbau ändert, kann im Flyer nachgelesen werden.

    Flyer herunterladen

Mehr Sicherheit und besser angebunden dank Velorouten

Die Velorouten bündeln den bestehenden und künftig zunehmenden Radverkehr auf wichtigen Achsen abseits der Hauptstraßen. Perspektivisch verbinden sie die Stadtbezirke direkt mit der Innenstadt und knüpfen an das regionale Radwegenetz sowie an angrenzende Städte und Kreise an. So entsteht vor allem für den Alltag – etwa für Schüler*innen und Pendler*innen – ein attraktives, sicheres und direktes Angebot, das den Wechsel vom Auto aufs Fahrrad deutlich erleichtert. Die Velorouten sind breiter gebaut, farblich abgegrenzt, und Radfahrende haben beim Abbiegen an Kreuzungen Vorrang. Dadurch kommt es zu weniger Stopps und einer höheren Sichtbarkeit. Das Konzept räumt Radfahrenden höchste Priorität ein. Die Berührungspunkte zum motorisierten Individualverkehr sollen minimiert werden, um Konflikte und ein hohes Kfz-Verkehrsaufkommen zu vermeiden.

Kilometer für Kilometer Richtung fahrradfreundliche Stadt

Die geplanten Velorouten sollen Dortmunds Stadtteile wie ein Netz mit der Innenstadt verbinden. Insgesamt sind neun Velorouten mit einer Gesamtlänge von 82 Kilometern geplant: 

  • Die Veloroute 1 – Eving verbindet die Innenstadt über den Radwall in nahezu direkter Linie über eine Länge von etwa 8 km mit dem Stadtteil Brechten im Stadtbezirk Eving.
  • Die Veloroute 2– Scharnhorst verbindet die Innenstadt über den Radwall in nahezu direkter Linie über eine Länge von etwa 10,7 km mit dem Stadtbezirk Scharnhorst.
  • Die Veloroute 3 – Brackel verbindet die Innenstadt über den Radschnellweg Ruhr (RS1) in nahezu direkter Linie auf einer Länge von etwa 12,2 km mit dem Stadtteil Wickede.
  • Die Veloroute 4 – Aplerbeck verbindet die Innenstadt über eine Länge von etwa 10,8 km über den Hoesch-Hafenbahnweg und das Stadtteilzentrum Aplerbeck mit dem Stadtteil Sölde.
  • Die Veloroute 5 – Hörde verbindet die Innenstadt über den Radwall auf einer Länge von etwa 5,3 Kilometern mit dem Stadtteilzentrum Hörde.
  • Der Verlauf der Veloroute 6 – Hörde-Wichlinghofen ist noch nicht abschließend bestimmt.
  • Die Veloroute 7 – Hombruch verbindet die Innenstadt über den Radwall und Radschnellweg Ruhr (RS1) in nahezu direkter Linie auf einer Länge von etwa 5,2 km mit dem Stadtteilzentrum Hombruch.
  • Die Veloroute 8 – Lütgendortmund verbindet die Innenstadt und den Radwall in nahezu direkter Linie über eine Länge von etwa 9,9 km mit dem Stadtbezirk Lütgendortmund.
  • Die Veloroute 9 – Huckarde/Mengede verbindet die Innenstadt und den Radwall in nahezu direkter Linie über eine Länge von etwa 9,7 km mit dem Stadtbezirk Mengede.

Alle Velorouten führen auf dem Wallring zusammen, sodass dieser als Veloroute 0 betrachtet werden kann.

Ziel der Velorouten ist nicht nur eine bessere Anbindung innerhalb Dortmunds, auch an benachbarte Städte und Kreise und das regionale Radwegenetz knüpfen sie an. Mehr Informationen auf dortmund.de/velorouten.